Im Rahmen unseres täglichen Geschäftes, der Gestaltung von Unternehmensfinanzierungen, kommen viele Unternehmen mit unterschiedlichsten Finanzierungsanlässen zu uns. Die häufigsten Anlässe sind Investitionsfinanzierungen, Betriebsmittelfinanzierungen, Existenzgründungen und Restrukturierungs- bzw. Sanierungsfinanzierungen. Nach unserer Erfahrung ist jedes mittelständische Unternehmen und fast jeder der vorgenannten Finanzierungsanlässe unabhängig von der Größenordnung oder von der Höhe der Sicherheiten finanzierbar.

Es gibt nur eine Grundvoraussetzung für die Finanzierbarkeit: Das Unternehmen muss ein Kerngeschäft betreiben, mit dem es in der Zukunft Erträge erwirtschaften kann, sprich das Unternehmen muss in der Lage sein, Geld zu verdienen. So banal und einfach wie dies klingt, ist die Umsetzung von Finanzierungen gleichwohl in der Praxis nicht. Neben dieser Grundvoraussetzung sind, das wissen Unternehmer, die bei ihren Kreditinstituten schon einmal Kreditanträge gestellt haben, weitere Hürden zu nehmen. Die wichtigen Hürden dabei sind.

Ein erfolgreicher Finanzierungsantrag muss einen Kreditprozess in einer Bank durchlaufen, in dem diese Hürden genommen werden müssen. Bei den dabei bereit zu stellenden Unterlagen ist eines von entscheidender Bedeutung: Plausibilität! Die für das Vorhaben ausgearbeiteten Businesskonzepte und Planzahlen müssen nachvollziehbar, sprich für die Bank plausibel sein. Bei bestehenden Unternehmen müssen aus den Vergangenheitszahlen (Bilanzen) mit den Maßnahmen und Parametern für die Zukunft die Planzahlen realistisch abgebildet werden. Nur so kann eine Plausibilität dokumentiert werden, die das notwendige Vertrauen der Bank in das Vorhaben erzeugt.

Selbstverständlich sind die Anforderungen an die Unterlagen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Bereitstellung der Unterlagen in der geforderten Qualität überfordert das finanzwirtschaftliche Know-How von Unternehmen bisweilen und auch Steuerberater/Wirtschaftsprüfer können die bankspezifischen Fragestellungen, wenn überhaupt oftmals nur noch bedingt beantworten, da ihr Kerngeschäft nun einmal das ebenfalls sehr komplexe Steuerthema ist. Dennoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass Banken durchaus daran interessiert sind, wirtschaftlich sinnvolle Investitionen und Maßnahmen zu finanzieren, wenn die Rahmenbedingungen gegeben sind und die Projekte in die Kreditprozesse hineinpassen. Aktuell sind sogar verstärkt Akquisebemühungen im Firmenkundengeschäft von Banken zu beobachten, die sich kleinen und mittelständischen Unternehmen bislang nicht oder nur zögerlich zugewendet haben. Denn eines muss auch bei einer noch so konservativen Risikopolitik jede Bank bedenken. Für Banken ist der Ertrag aus „gesunden“ Kreditgeschäften einer der wichtigsten Eckpfeiler ihres eigenen wirtschaftlichen Erfolges! Nicht ohne Grund sind derzeit die meisten Banken an guten Kreditgeschäften interessiert. Ein Kreditgeschäft ist aber aus Sicht der Bank nur dann gut, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist und den eigenen Kreditprozess positiv bzw. möglichst reibungslos durchlaufen kann.

Unser Fazit lautet daher:
Jedes Unternehmen, das aus seinem Kerngeschäft in der Lage ist Geld zu verdienen und das sein Vorhaben mit plausiblen Unterlagen vorträgt, kann eine Kreditanfrage mit den Kreditprozessen von Banken grundsätzlich in Einklang bringen und die gewünschten Kredite bekommen.